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  • AutorenbildJulia Ramos

Eine angenehme Gesprächsatmosphäre

In einem früheren Beitrag habe ich die Gesprächsatmosphäre bereits erwähnt.

Teil davon war dein Umfeld. Selbst wenn du deine Gespräche per Zoom führst und deine Gesprächspartner dein Zimmer nicht sehen, ist es wichtig, dass du dich dort wohlfühlst.

 

Vielleicht ist in deinem Zimmer oder auch in deiner Praxis noch Raum nach oben in der Wohlfühlatmosphäre. Dann mach dir gerne einen Plan, wie du die Räumlichkeiten noch einladender gestalten kannst. Vielleicht ist mal wieder Entrümpeln angesagt? Da spreche ich aus eigener Erfahrung, es sammelt sich schnell zu viel an und das beeinträchtigt die Atmosphäre im Raum.

Möchtest du gerne ein bisschen mehr oder anders dekorieren? Dann mache dir Gedanken darüber, womit du dich wohlfühlst und fange mit der Veränderung an. Und denk bitte daran, du nimmst nicht an einem Gewinnspiel in einem Möbelmagazin teil, sondern dein Fokus liegt darauf, dass du und deine Gesprächspartner sich im Zimmer wohlfühlen können.

 

Eine Wohlfühlatmosphäre im Außen hilft der Gesprächsatmosphäre sehr, weil sich beide Gesprächspartner entspannter in den Austausch begeben können.

Wenn du spürst, dass dein Patient sich in deinem Zimmer wohlfühlt, dann freut dich das und das wirkt beruhigend auf deine Nerven. Das wiederum spürt dein Patient und fühlt sich bei dir gut aufgehoben.

Die Tatsache, dass du dich wohlfühlst wirkt ebenfalls sehr einladend auf dein Gegenüber.

Und weißt du, wozu das beiträgt? Richtig, zu der Gesprächsatmosphäre.

 

Aber natürlich liegt der Hauptanteil einer angenehmen Gesprächsatmosphäre im Gespräch selbst und da ganz speziell in der Gesprächsführung.

Dein Fokus liegt auf deinem Gegenüber und vermittelt dadurch dein Interesse an ihm.

Was gehört den dazu, damit dein Fokus auf deinem Gegenüber liegen kann? Dafür ist es wichtig, dass du in Selbstbewusstsein, Ruhe und Leichtigkeit bist. Du weißt genau, wie du das Gespräch führen kannst und deswegen kannst du dich auf deinen Gesprächspartner einlassen.

 

Wenn dein Patient dein aufrichtiges Interesse wahrnimmt, dann ist er bereit, sich dir zu öffnen. Damit er sich dir öffnen kann, musst du Fragen stellen.

Das kann eine Hürde darstellen, denn es besteht die Gefahr, dass der Eindruck des „Ausfragen“ entsteht. Du stellst eine Frage nach der anderen und dein Patient kommt kaum hinterher, all die Fragen zu beantworten. Ab einem gewissen Punkt kann es ihm auch unangenehm werden, weil er sich ausgefragt fühlt. Das beeinflusst die Gesprächsatmosphäre negativ.

Es ist eine wertvolle Fähigkeit, wenn man gelernt hat, nicht nur Fragen zu stellen, sondern auch richtig zu zuhören.

Natürlich geht es im Erstgespräch darum, dass du Fragen stellst, wenn du deinem Patienten erklärst, warum du gewisse Fragen stellst, dann fühlt er sich gut aufgehoben und antwortet dir gerne. Zeige auch Interesse an den Antworten. (Das bedeutet nicht, dass ihr vom Thema abkommen sollt, es bedeutet, dass du Nachfragen stellst, oder vielleicht etwas von dir erzählst, was mit der Frage oder Antwort zu tun hat.)

 

Es gibt natürlich viele Punkte, die für eine angenehme Gesprächsatmosphäre wichtig sind. Tatsächlich sind in meinen Augen dein eigenes Wohlfühlen im Gespräch und deine Fragetechnik die größten Faktoren für die Wohlfühl-Atmosphäre im Gespräch

 

 

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, aber es für dich noch mehr in die Tiefe hätte gehen können, dann lade ich dich ein, dir meinen Podcast anzuhören. Dort erzähle ich mehr zu der angenehmen Gesprächsatmosphäre. Entweder du klickst auf den Button „Podcast“, der leitet dich zu Spotify, oder du gehst zu deinem bevorzugten Anbieter für Podcasts und suchst nach „Let’s talk about conversation by Julia“.

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