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  • AutorenbildJulia Ramos

Wie soll ich das Gespräch vorbereiten?

Die Wichtigkeit des Erstgespräches ist nicht von der Hand zu weisen.

Und ich verstehe, dass dies den Druck nochmal verstärkt.

Vielleicht machen dich einige Gespräche nervös, oder du fühlst dich unsicher und hast Angst, etwas verkehrt zu machen.

Falls du bisher nicht viele Erstgespräche hattest, oder diese öfter in Absagen enden, dann steigert das natürlich die Nervosität.

 

Ich kenne die Ängste, Gedanken und Sorgen vor Gesprächen selber sehr gut und habe einen wundervollen Weg gefunden, damit gut umzugehen. Mittlerweile gehe ich mit viel Freude und Neugierde in Gespräche, weil ich weiß, dass ich den Gesprächen gewachsen bin und auch mit unvorhergesehen Situationen umgehen kann.

Und diesen Weg teile ich von Herzen gerne mit dir.

 

Richten wir den Blick als erstes auf dein Umfeld. Empfängst du deine Patienten in deiner Praxis? Oder per Zoom? Falls du die Variante per Zoom wählst, dann kannst du dir deinen Platz so einrichten, dass du dich wohl fühlst. Hast du gelüftet? Hast du einen angenehmen Duft im Raum? Hast du etwas zu trinken? Wie sieht es mit deinem Schreibmaterial aus? Liegt es einsatzbereit auf deinem Platz?

Falls deine Patienten zu dir in die Praxisräumlichkeiten kommen, dann ist es sehr wichtig, dass du oft und gut lüftest. Mit Düften im Raum würde ich vorsichtig und dezent umgehen, weil nicht jeder Düfte gut verträgt. Bei mir sorgt Vanille beispielsweise schnell für Unwohlsein und Übelkeit. Würde dieser Duft in der Luft liegen, dann wäre ich sehr daran interessiert, schnell wieder wegzukommen.

Wie sieht dein Büro denn aus? Ist es ordentlich? Es spielt keine Rolle, ob du minimalistisch eingerichtet bist, oder ob es bei dir überall etwas zu sehen gibt. Viel wichtiger ist, dass man eine Ordnung wahrnehmen kann.

Bietest du deinem Patienten Getränke an? Hast du vielleicht eine Auswahl? Es bietet sich an, wenn du Wasser am Tisch hast und deinem Patienten etwas in ein Glas einschenkst.

 

Vielleicht wunderst du dich, dass die Vorbereitung tatsächlich erstmal im Außen ihren Anfang findet. Es ist nicht zu unterschätzen, wie die Atmosphäre eines Raumes auf Menschen wirken kann. Es kann ein sicherer Ort sein, an dem sich deine Patienten so wohlfühlen, dass sich ein großer Teil ihrer Anspannung und Nervosität legt. Das wirkt sich wundervoll auf das Gespräch aus.

Vielleicht ist dir der Gedanke neu, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass auch deine Patienten eine gewisse Nervosität vor dem Gespräch verspüren. Immerhin geht es um ihre Gesundheit und darum, ob sie endlich jemanden gefunden haben, der ihnen helfen kann.

 

Ein ganz wichtiger Punkt, der mir viel Sicherheit und Ruhe gegeben hat, waren meine Gesprächsleitfaden.

Das ist ein eigenständiges Thema, deswegen gehe ich jetzt nicht zu sehr ins Detail. Dennoch möchte ich dir einen Überblick geben, damit du dir deinen eigenen erstellen kannst.

Ein Gesprächsleitfaden ist so detailreich, wie du dir das wünschst. Du könntest beispielsweise einen Fragebogen erstellen.

Vielleicht hast du mehrere Angebote und möchtest für jedes Angebot einen eigenständigen Gesprächsleitfaden erstellen.

Am Anfang rate ich dazu, dass du dir in Ruhe überlegst, welche Fragen du stellen möchtest. Dabei ist eine Variation aus einfachen Ja oder Nein Fragen und offenen Fragen sehr hilfreich. Es gibt Teile, da möchtest du vielleicht nur wissen, ob jemand raucht, oder Kaffee trinkt. Falls es wichtig ist zu wissen, wieviel konsumiert wird, dann kannst du das auf deinem Gesprächsleitfaden vermerken.

 

Der Leitfaden für das Gespräch hat den Vorteil, dass du dich darauf verlassen kannst, nichts zu vergessen. Es handelt sich um eine Stütze im Gespräch und gibt dir dadurch Sicherheit. Die wiederrum kannst du dafür nutzen, deinem Patienten den Raum zu halten, damit er sich dir öffnen kann.

 

Zur Vorbereitung gehört also zum einen, dass dein Platz schön eingerichtet ist und eine Wohlfühl-Atmosphäre herrscht, zum anderen gehört dazu, dass du dich gedanklich mit dem Gespräch auseinandersetzt und dir mithilfe des Gesprächsleitfaden einen Guide erstellst, der dich durch das Gespräch hindurch unterstützt.

Im nächsten Beitrag gehe ich darauf ein, was du tun kannst, wenn du zu viel Angst oder Druck vor den Gesprächen verspürst.

 

Wenn dir der Beitrag gefallen hat, aber es für dich noch mehr in die Tiefe hätte gehen können, dann lade ich dich ein, dir meinen Podcast anzuhören. Dort erzähle ich mehr zu der Vorbereitung auf das Gespräch und den Gesprächsleitfaden. Entweder du klickst auf den Button „Podcast“, der leitet dich zu Spotify, oder du gehst zu deinem bevorzugten Anbieter für Podcasts und suchst nach „Let’s talk about conversation by Julia“.

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