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  • AutorenbildJulia Ramos

Warum ich Mentorin für authentische Kommunikation bin und es liebe

Tatsächlich hat es gedauert, bis ich mir selbst gegenüber eingestehen konnte, dass ich Mentorin bin. In meinem Kopf musste ich erst noch Aus- und Weiterbildungen absolvieren.

Ich habe dann tatsächlich die Weiterbildung zur Wirtschaftsfachwirtin mit Ausbilderschein absolviert.

Doch warum habe ich keine Coaching-Ausbildung gemacht? Ich habe lange hin und her überlegt, ob ich das wirklich brauche und ich habe für mich entschieden, dass ich viel Erfahrung als Trainerin on the job habe und ich weiß, was ich wissen muss, um ein erfolgreiches Mentoring-Programm erstellen und geben zu können. Ich möchte mich nicht mit Wissen „belasten“, das mir nicht weiterhilft. Vielleicht werde ich irgendwann ein Programm finden, dass für mich passend ist, aber bis dahin vertraue ich auf meine Erfahrung im Kundenservice, als Trainerin für Mitarbeiter, als Abteilungsleiterin und als Mentorin.

In meinem beruflichen Leben habe ich in einigen Banken gearbeitet und war dort ausschließlich im telefonischen Kundenkontakt. Bei einer Bank war ich Abteilungsleiterin für das Telefon-Team und in meiner letzten Anstellung bei einer Bank war ich für eine Schweizer Großbank in der Firmenkundenbetreuung tätig.

Und in allen Anstellungen war ich Trainerin für die Mitarbeiter und habe gesehen, wie unterschiedlich und vielfältig die authentische Kommunikation ist. Sie ist eben keine Schablone, in die man reingepresst werden kann, sondern sie bildet den Rahmen, in dem ein Kunstwerk richtig zur Geltung kommt.

Ich habe also viel praktische Erfahrung im Kundenkontakt und im Training von Menschen. Deswegen nenne ich mich auch Mentorin und nicht Coach. Denn ein Coach ist in meinen Augen jemand, der mit seinem Coachee eine Problemstellung gemeinsam feststellt und dann durch Fragen auf den richtigen Weg bringt.

Eine Mentorin ist für mich jemand, an den man sich mit seinem Problem wendet und gemeinsam direkt an der Lösung arbeitet. Das entspricht dem, was ich möchte: Kundinnen, die genau wissen was sie wollen und die jetzt die Unterstützung beim Wie (dem Umsetzen) brauchen.

Ich möchte mit Menschen arbeiten, die ihre Herausforderung angehen möchten und jemanden an ihrer Seite haben wollen, der sie anleiten kann.

Im Grunde verstehe ich mich als einen Guide, denn das Terrain kenne ich ziemlich gut und doch kommt es sehr auf meine Kundin an, welchen Weg wir einschlagen können.

Und genau das liebe ich! Ich selber arbeite ständig an mir und meiner Persönlichkeit, der Status Quo ist eine wichtige Basis, um sich weiterentwickeln zu können.

Zur Weiterentwicklung gehört die Selbst-Erkenntnis, dass es eine Herausforderung gibt und der Wille, sich dieser zu stellen. Das ist die Seite meiner Kundinnen, denn nur wenn sie an diesem Punkt sind, möchte ich mit ihnen zusammenarbeiten. Dabei stelle ich den sicheren Raum her, denn oftmals geht man davon aus, wenn man sich „verbessert“ war man vorher nicht gut genug. Doch das ist ein Trugschluss! Ich habe einmal die Aussage von Dr. Mareike Awe gehört, dass Entwicklung bedeutet, sich zu ent-wicklen, von all den Schichten, die nicht zu einem gehören. Das war eine sehr kraftvolle Aussage, die mich sehr berührt hat, deswegen teile ich sie hier.

Zu meinem Mentoring gehört es, die bisherigen Stärken, auch die noch-nicht-sichtbaren zu ehren und wertzuschätzen. Und es gehört dazu, unbequeme Wahrheiten gemeinsam anzugehen, damit der eigene Blind-Spot kleiner wird.

Ja, aus Erfahrung weiß ich, dass im 1:1 Mentoring eine kurze Zeitperiode kommen wird, in der meine Mentee mich nicht mag, denn mein Programm hört eben nicht auf, wenn die ersten Erfolge kommen. Nein, da geht es erst richtig los und ab da wird es eine Zeitlang unbequem.

Denn ich halte die Aufmerksamkeit so lange auf der Herausforderung, bis sie in der Vergangenheit liegt. Wachstum tut weh und mir ist klar, dass ich diesen Schmerz eine gewisse Zeit im Bewusstsein meiner Mentee halte. Das mache ich, weil mir ein beständiger Erfolg von meiner Kundin wichtiger ist, als dass sie sich mit mir wohlfühlt und deswegen nicht zu 100 Prozent aus der Herausforderung kommt. Außerdem weiß ich: Sobald wir den Berg bezwungen haben, wird sie mich wieder mögen.

Ich liebe es Mentorin zu sein, weil ich Business-Ladys dabei unterstützen kann, in ihr volles Potenzial zu gehen und ich weiß, dass ich das Leben meiner Kundinnen dadurch bereichere.

Für mich gibt es nichts Schöneres, als Liebe und Freude in die Welt zu bringen und durch das Mentoring kann ich das machen.

Ich sehe meine Kundinnen, wenn sie zu mir kommen und ich habe schon eine Ahnung davon, was sie im Mentoring bewegen können und das ist das Ziel, auf das wir uns gemeinsam zu bewegen.

Ich fühle mich geehrt, wenn mir eine Kundin ihr Vertrauen schenkt und zulässt, dass ich an ihrem Wachstum beteiligt sein darf, auch in den schmerzhaften Phasen.

Mein Ziel ist es, dass am Ende des Mentoring eine Kundin steht, die sich wohl mit ihrer ganz eignen Kommunikation fühlt. Die Tipps und Hinweise zu ihrer Kommunikationsweise ab- und einschätzen kann und nur noch anwendet, was zu ihr passt.

Das ist unter anderem mein Beitrag im Kampf gegen das toxische Marketing.

Es präsentiert sich als gut und harmlos, obwohl es in Wahrheit manipulativ ist und einer echten (menschlichen) Kundenbindung nicht nur im Weg steht, sondern sie regelrecht unmöglich macht.

Wann das toxische Verkaufen in meinen Augen so gefährlich ist erkläre ich im nächsten Artikel.

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